Hemden Etikette

Im Outfit des Mannes ist das Hemd das Wichtigste, man könnte auch sagen das „Herzstück“.

Der Anzug ist hingegen Fassade, ein notwendiges Kleidungsstück, damit der Mann angezogen ist.
Am Hemd lässt er sich zweifellos erkennen, welcher Typ er ist.

„Langarm“ oder „Kurzarm“ ??
Natürlich ist beides erlaubt, - wer aber im Business ist - , wer stilvoll und klassisch /elegant auftreten will, der trägt das Langarmhemd. Selbst im Sommer, dann darf eben mal der Ärmel hochgekrempelt werden. Wenn es schon unbedingt ein Kurzarmhemd sein muss, dann nicht noch eine große Stilsünde begehen, - über ein Kurzarmhemd nie ein Sakko tragen. Und auch erst recht nicht mit einer Krawatte.

Und dann noch die Brusttasche
Wer macht denn sowas, wer kauft sich ein Hemd mit Brusttasche ??
Es mag ja praktisch sein, - aber gerade das degradiert das stilvolle Businesshemd zum Füllfederhalter. Und das verrät den Träger aus diesem Grund nicht gerade zum Modespezialisten. Mit gefüllter Brusttasche, einige Kulis, Visitenkarten und Schreibblock sehen Sie einfach nicht aus, als der, der etwas zu sagen oder Stil hat. Sie verraten den subordinierten Handlungsgehilfen.

Das T-Shirt unter dem Hemd ? Sollte man nicht, ist aber möglich.
Klassisch wird unter einem weißen Hemd kein T-Shirt getragen.
Ganz simpel, es sieht einfach nicht gut aus. Nur wer wirklich etwas mehr schwitzt oder friert, kann mal ein T-Shirt tragen. Und wenn, dann natürlich in der gleichen Hemdfarbe und bitte dann auch eng anliegend. Vorsicht, dass das Kragenbündchen, auch bei offenem Hemd, nicht sichtbar wird. Nehmen Sie daher ein T-Shirt mit V-Ausschnitt.

Der richtige Stoff ist sehr entscheidend und verleiht dem Hemd seinen Charakter.
Ein Hemd sollte einfarbig sein und  zumindest einen Anteil von 80 % Baumwolle haben. Ausnahme bildet im Sommer auch ein Hemd aus einem Leinengewebe. Verzichten Sie generell auf Kunstfasern, das sieht immer billig aus. Seidenhemden bitte nur in der Freizeit oder am Abend tragen und nicht ins Büro.
Einfarbig sollte sein, - Weiß, Blau, Grau und Schwarz. Andere Farben wie Rot, Grün oder Pastell müssen zum Typ passen.

Gemusterte Hemden dürfen im Job sein.
Am liebsten aber kleine Muster oder gewobene Dessins. Je ausgeprägter und größer, desto eher bekommt das Hemd einen Freizeitcharakter. Gemusterte Anzüge jedoch, wie z.B. Nadelstreifen, vertragen nur einfarbige Hemden

Doch eins sollten Sie bei allen Aspekten, um das vermeintlich richtige Hemd nicht vergessen, - Sie sollten sich in Ihrem Hemd wohlfühlen, denn das ist das Wichtigste.

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